Kleingärten/Schrebergärten

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Die Schrebergärten/Kleingärten/Stadtgärten sind mittlerweile wieder voll im Trend. Unseren Schrebergarten haben wir überraschend schnell im Dezember2018 im Essener Süden pachten können. Die Pächter verfügen dabei über ein Stück Land, das vom Verein verwaltet wird. Der Erholungswert steht hier im Vordergrund. Neben Zierpflanzen, Rasenflächen ist auch der Anbau von Obst und Gemüse ausdrücklich erwünscht.

Die Pächter/innen müssen sich an die Vorschriften des Bundeskleingartengesetzes und der jeweiligen Satzung ihres Vereins halten. Die Höhe der Pacht bestimmt sich nicht nach den Regeln des freien Marktes und ist sehr günstig. Die Pacht beträgt nach Angaben des Bundesverbandes Deutsche Gartenfreunde jährlich durchschnittlich 17 Cent pro Quadratmeter. Neben der Pacht fallen noch ein Mitgliedsbeitrag für den Verein, kommunale Abgaben, Versicherungen, Strom- und Wasserkosten an. Solange die Pächter sich an die Regeln halten und die Fläche grundsätzlich für Kleingärten genutzt werden darf, kann niemand ihnen ihr Pachtland wegnehmen.

Übrigens ist NRW das einzige Bundesland, in dem die Förderung des Kleingartenwesens über die Landesverfassung festgeschrieben ist:“Die Kleingartensiedlung und das Kleingartenwesen ist zu fördern“ (Artikel 29, Absatz 3). Aktuell wird in Essen ein Kleingartenentwicklungskonzept erstellt, das 2017 im Rat der Stadt beschlossen wurde. Dieses soll Ende 2019 voraussichtlich vorliegen. Ungeachtet dessen ist Wachsamkeit am Platze.

Interessierte Kreise in der Stadt möchten am liebsten Teile der Kleingärten in lukrative Wohngrundstücke umwidmen. So gibt es aktuell Überlegungen bei der Stadt Mülheim, Kleingartenanlagen in Wohnraum umzuwandeln (Bericht WDR aktuell vom 28.02.2019). Daraufhin haben die Mülheimer Kleingärtnerinnen eine Petition ins Leben gerufen, um sich Gehör bei den Fraktionen und der Stadtverwaltung Gehör zu verschaffen. Ja, Wohngrundstücke werden knapp und wir brauchen in der „Grünen Hautstadt“ grüne Lungen.

Die Stadt Essen verfügt über 109 städtische und private Kleingartenvereine mit insgesamt 262 Kleingartenanlagen und rund 9000 Kleingärtnerinnen und Kleingärtner, die 8500 Parzellen bewirtschaften. Der Stadtverband der Kleingärtnervereine blickt 2019 auf sein 100-jähriges Bestehen zurück. Er tituliert mit Recht die Kleingärten in Stadtgärten um, denn immerhin kultivieren die Kleingärtnerinnen 300 Hektar des Stadtgebietes.

mehr zum Thema

www.kleingaerten-essen.de

de.wikipedia.org/wiki/Kleingarten